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Im Gespräch mit meinem Selbstwert | Theater & Psyche
Was ist Selbstwert und wie entsteht Selbstwert? Praktische Übung für mehr Selbstwert durch Aufstellung und Visualisierung deines Selbstwerts
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Im Gespräch mit meinem Selbstwert

 

Was ist das Selbst?

C.G. Jung bezeichnete das Selbst als „Gesamtumfang aller psychischen Phänomene des Menschen. Es drückt die Einheit und Ganzheit der Gesamtpersönlichkeit aus. Insofern aber letzteres infolge eines unbewussten Anteils nur zum Teil bewusst sein kann…“ (Jung, 1958). Unter Selbstwert (auch: Selbstwertgefühl, Selbstwertschätzung, Selbstachtung) wird in der Psychologie die Bewertung, die man über sich selbst vorgenommen hat, verstanden.

 

Wie entsteht der Selbstwert?

Wir haben uns in unserer Kindheit einen Wert über uns selbst gebildet.

Unsere Außenwelt, insbesondere unsere Eltern, haben uns in unserem Wert gespiegelt.

Je nachdem, welche Erfahrungen und Erlebnisse wir über als Kind hatten, haben wir einen gesunden oder ungesunden Selbstwert entwickelt.

Ein gesunder Selbstwert resultiert aus gesunden familiären Verhältnissen, aus einer guten emotionalen Bindung zu beiden Elternteilen. Dies bedeutet eine emotionale Bindung, die auf Wertschätzung, Liebe, Mitgefühl und Respekt beruht. Das Kind hat bei einem solchen Bindungsmuster die Möglichkeit einen guten, realistischen und gesunden Wert von sich selbst zu entwickeln.

 

 

Es gibt viele schädigende Bindungsmuster. Wenn wir als Kind schlechte Erfahrungen machen, die uns an unserem Wert zweifeln lassen, die demütigend, missbrauchend oder vernachlässigend gegenüber uns sind, müssen wir als Kind darauf reagieren.

Wir haben die Möglichkeit, den Worten und Erfahrungen Glauben zu schenken und unseren Selbstwert als niedrig anzusehen. Da wir den Worten Glauben schenken, zweifeln wir auch nicht an der Liebe und Bindung zu der Bezugsperson. Wir nehmen also die schädlichen Angriffe gegenüber uns als gerechtfertigt an, während wir die Bindung, in der die Angriffe passieren, als Liebe verstehen. Aus diesen Beziehungsstrukturen können spätere abhängige, devote und unselbständige Verhaltensweisen resultieren.

Wir können als Kind auf missbrauchende Erfahrungen aber auch so reagieren, dass wir unseren Wert von uns selbst erhöhen, um uns so vor diesen Angriffen zu schützen. Wir schenken den demütigenden Worten scheinbar keinen Glauben. Wir zweifeln aber zu der Bindung und der Liebe der Bezugsperson. Aufgrund dieser Beziehungsmuster können spätere schizoide oder narzisstische Verhaltensweisen auftreten.

Es ist auch möglich, dass uns unsere Eltern überbehütet haben, uns Dinge abgenommen oder uns aus Angst unserer Freiheit beraubt haben, was zu einer gewissen Unselbstständigkeit oder späteren sozialen Ängsten führte. Auch kann es sein, dass sie ihre Wünsche in uns projiziert haben, um sie in uns zu verwirklichen.

 

Der Selbstwert heute

Du gibst dir selbst eine Bewertung über deinen Wert, du definierst dich. Die Welt um dich herum spiegelt dir nur deinen Wert, das Gefühl, das du über dich selbst hast. Das heißt, auch nur du kannst diese Bewertung wieder verändern.

Dieser Text ist Personen gewidmet, die an ihrem Selbstwert arbeiten wollen. Die sich wertlos fühlen, in ihrem Wert nicht gesehen werden oder sich nicht stimmig in ihrem Selbstwert fühlen.

Ein schlimmer Missbrauch aus der Kindheit führte dazu, dass ich keinen Wert für mich hatte. Ich fühlte mich von Personen beobachtet und bewertet. Ich fühlte mich nicht gewünscht, nicht berechtigt da zu sein und durfte keinen Anspruch stellen.

Im folgenden beschreibe ich eine praktische Übung, die mir und meinen Klienten sehr geholfen hat und die ihr als Übung zu Hause anwenden könnt, um an eurem Selbstwert zu arbeiten.

 

Das Gespräch mit meinem Selbstwert

1. Stelle zwei Stühle gegenüber von einander auf.

2. Setze dich auf den einen Stuhl. Auf den anderen Stuhl setze bitte deinen visualisierten Selbstwert.

 

Wie sieht dein Selbstwert aus?

Ist er menschlich?

Was hat er an?

Welche Farbe, Form, Konsistenz und Größe hat er?

Wie ist sein Ausdruck?

 

3. Wenn du dir deinen Selbstwert visualisiert hast, kannst du ein Gespräch mit ihm führen.

Vielleicht willst du ihn etwas fragen oder ihm deine Gefühle mitteilen?

Jedes Mal, wenn du eine Frage an ihn stellst oder ihm was mitteilen möchtest, wendest du im Anschluss einen Rollentausch an. Das heißt, du wechselst in seine Rolle und setzt dich auf den Stuhl, auf dem dein Selbstwert sitzt.

  • Du spürst dich in ihn hinein und lässt seine Antwort vom Gefühl aufsteigen. Du als dein Selbstwert antwortest dann auf deine Fragen oder deine Gefühle.
  • Danach setzt du dich wieder auf deinen eigenen Stuhl und antwortest auf die Worte deines Selbstwerts oder sagst ihm was seine Gefühle nun mit dir machen.
  • Du kannst so oft einen Rollentausch vornehmen, wie du möchtest.
  • Sprich möglichst so lange mit ihm, bis ihr eine Einigung für dich getroffen habt und euch versöhnt habt.

 

 

Die Technik des leeren Stuhls ist aus der Gestalttherapie, der Systemischen Therapie und dem Psychodrama bekannt.

 

Ich verwende diese Methoden und weitere energetische Methoden in meiner Praxis.

Weitere Informationen zu mir und meiner Arbeit findest du auf meiner Seite www.theater-psyche.de.

Theater & Psyche

– Christine Ebert

 

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